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„Zett“-Miss Südtirol | 12. Mai 2017

Petra Colafati – „Zett“ Miss Südtirol 2009

Rehbraune Augen, ein bezauberndes Lächeln und eine umwerfend natürliche Ausstrahlung: Petra Colafati (19) aus Eppan ist die Miss Sütirol 2009. Strahlend nahm sie die Gratulationen der Star-Moderatoren Elton und Johanna Klum entgegen. Elton schaffte es durch seinen Wortwitz neben den schönen Mädchen, die die Sonntagszeitung „Zett“ alljährlich kürt, das Publikum in seinen Bann zu ziehen.

Kurz vor Mitternacht stand fest, dass Petra ein Jahr lang den Titel der schönsten Südtirolerin tragen darf. Die bis dahin amtierende Miss Bettina Ruatti setzte der strahlenden Siegerin das Krönchen auf. Platz zwei und drei belegten Stephanie Fedon (20) aus Innichen und Romy Rastner (18) aus Reischach.

Über die neue Miss Südtirol & ihre eingeschworenen Familienbande

In der Oberen Gand von St. Michael/Eppan ist sie zuhause. Spätestens seit vergangenen Freitag – als Petra Colafati zur neuen Miss erkoren wurde – weiß jeder im Dorf den Weg dorthin zu beschreiben.

Siebenköpfige Familie

„Hereinspaziert in unser Reich“, öffnet die 19-Jährige das Gartentor. Dahinter erstreckt sich das schmucke, liebevoll gehegte Heim der Colafatis, einer siebenköpfigen Familie.

Dazu gehören Vater Egon, der 68-jährige Handelskaufmann, Mutter Paula, die 58-jährige Hausfrau und Mutter, mit ihren Töchtern Patrizia (34, Sekretärin), Sonja (29, Kosmetikerin), Doris (27, Verkäuferin), Daniela (25, Zahnarztassistentin) und natürlich Petra (19). Aber auch Labrador Blacky und Mischlingshündin Cindy sind nicht zu vergessen.

Sechs Frauen unter einem Dach zu haben, findet der Herr Papa nur von Vorteil: „Da brauche ich nie abzuspülen“. Ein Sohnemann geht ihm nicht ab, seine Töchter bringen genügend Männer mit in die Familie, sind sie doch alle liiert. Dennoch wohnen die Mädels alle noch daheim, haben alle ihr eigenes Zimmer.

„Kinder haben es mir angetan“

Familie wird bei den Colafatis groß geschrieben. Mindestens einmal im Jahr verreist die ganze Familie gemeinsam. Für die Zukunft sind sie auf der Suche nach einem Wohnkomplex für sechs Parteien, damit das Colafati-Reich sich zwar räumlich trennt, nicht aber zerfällt.

Nesthäkchen Petra sei zwar nicht geplant, aber sehr erwünscht gewesen, so ihre Mutter. „Menschen, die am 24. und 25. Dezember geboren werden, stehen unter einem besonderen Stern“, meint sie. Am Heiligen Abend 1988 erblickte ihre jüngste Tochter im Bozner Spital das Licht der Welt.

Eigentlich war der 28. Dezember Petras errechneter Geburtstermin. Ein Tag, der für die Colafatis mit schmerzlichen Erinnerungen verbunden ist. Gerade an jenem Tag war das erste Kind, die einjährige Claudia, nach einem kurzen, kranken Leben verstorben. „Mit Petra war das so, als bekämen wir das verlorene Stückchen Glück doch noch zurück“, so die stolzen Eltern.

Kinder haben es auch Petra angetan: „Ich möchte mit den Kleinen arbeiten, Kinderbetreuerin werden.“ Dass sie dafür geeignet ist, hat sie schon mehrere Sommer lang als Babysitter unter Beweis gestellt. Nun, nach ihrer Matura an der Lehranstalt für soziale Berufe, plant die Miss ab Oktober deshalb wieder die Schulbank zu drücken.“Deutsch und Geschichte waren für mich der Horror, Italienisch und Psychologie fielen mir leicht“, verrät sie.