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„Zett“-Miss Südtirol | 13. April 2017

Heidi Zingerle – „Zett“-Miss Südtirol 1993

Die 21-jährige Heidi Zingerle aus Bozen darf sich, als erste Südtirolerin überhaupt als schönste Frau im Lande fühlen. Bei der von der Wochenschau „WAS“ organisierten „Miss-Südtirol“-Wahl überzeugte die dunkelhaarige Verkäuferin die Jury sowohl im sonnenblumengelben Phantasiedirndl wie auch im einteiligen Badeanzug.

Insgesamt traten 18 Mädchen aus allen Landesteilen zum großen Finale im Meraner Kursaal an. Die Siegerin durfte sich vor allem über einen nagelneuen Pkw vom Typ Ford Fiesta freuen. Außerdem gab es verschiedene andere Sachpreise, aber vor allem winken Probeaufnahmen, die Fotomodell Sabine Lamprecht vermitteln wurde.
Heutzutage drückt die Hausfrau und Mutter den jetzigen Anwärterinnen die Daumen. Gar einiges hat sich seit ihrem Sieg geändert. Eines jedoch nicht: Zingerle wird immer die Nummer Eins bleiben, die Siegerin des ersten Schönheitswettbewerbs. Und gerne denkt die gekürte Schönheit zurück.

„Die Vorausscheidung fand im Hotel Laurin in Bozen statt, bei geschlossener Gesellschaft“, erinnert sich Zingerle. Jedes Mädchen bekam damals zwei Einladungskarten und so setzte sich das „erste“ Publikum aus der Verwandtschaft oder aus dem Bekanntenkreis der Teilnehmerinnen zusammen.

„Hinter den Kulissen war eine sehr angenehme, ja freundschaftliche, lustige Atmosphäre – anders war es beim Finale in Meran.“ Die Anspannung war dort viel größer: einmal aufgrund des KO-Systems und dann natürlich, weil es eben um etwas mehr ging.

„Unvergesslich bleibt für mich der Moment, als mein Name als Erstplatzierte genannt wurde“, so die Miss von 1993. Zingerle berichtet von einem außergewöhnlichen Jahr als Miss mit vielen Terminen jeglicher Art: Mal waren es ein Foto-Shooting, mal eine Modenschau oder ein Werbefilm, Interviews, aber auch Einladungen zu verschiedenen Events. „Von wildfremden Menschen wurde ich auf der Straße angesprochen, ich lernte Kritik anzunehmen und auch einzustecken“, so Zingerle.

Ihr Bekanntenkreis reagierte damals sehr positiv. Auch der Chef und die Arbeitskollegen vom Möbelunternehmen Selva in Bozen zeigten sehr viel Verständnis für ihre Fehlstunden, die eher Tage waren.

Nach ihrer Kür zur schönsten Frau Südtirols arbeitete sie weiterhin im Möbelunternehmen, in dem sie 1990 nach ihrer Matura an der Handelsoberschule begonnen hatte. Bis sie das Mutterglück „heimsuchte“. Sie zog nach Meran und (be)hütet nun dort neben dem Lebensgefährten Markus Erb ihre Kinder Leonard, Felix und Paul.