Miss Südtirol | 14. April 2017

Verena Profanter – „Zett“-Miss Südtirol 1994

Auf Heidi folgt Verena: Miss Südtirol 1994 ist Verena Profanter, sie ist 24 Jahre jung und kommt aus Brixen. Sie wurde im bis auf den letzten Platz gefüllten Meraner Kursaal zur Nachfolgerin von Heidi Zingerle gekürt, die den Titel im Vorjahr erobert hatte.

Für die prominente Jury, bestehend aus den Sportassen Gerda Weißensteiner, Morena Gallizio, Gerhard Königsrainer, der Schauspielerin Christine Mayr-Mayn, dem Fotomodel Sabine Lamprecht und den Vertretern der Sponsoren war es keine leichte Aufgabe.

In einer denkbar knappen Entscheidung konnte sie sich gegen die Meranerin Sabine Voppichler durchsetzen, die auf Platz zwei landete.

Den dritten Rang sicherte sich die 18-jährige Sterzingerin Manuela Steindl, die bei einer kurzen Umfrage unter den Zuschauern einige Minuten vor der Entscheidung noch knapp in Front gelegen hatte. Sie konnte sich allerdings mit einem Scheck in Höhe von einer Million Lire trösten, während das Preisgeld für die Zweitplazierte 2,5 Millionen Lire betrug.

Verena Profanter war mit 24 Jahren die älteste der 18 Finalistinnen gewesen, hatte in Niederdorf, bei der Vorentscheidung, nur Rang fünf belegt. Als neue Miss Südtirol kann sie sich über fünf Millionen Lire in bar und zahlreiche Sachpreise freuen.

Die neue Miss ist Wirtin im eigenen Restaurant „Plose“ in Milland, das sie gemeinsam mit ihrem Bruder Werner führt. Eigentlich hatte die 1,75 Meter große und 56 Kilogramm leichte Traumfrau nur mitgemacht, weil sie ihre ältere Schwester Hildegard „aus Jux“ eingeschrieben habe.

Miss Südtirol | 13. April 2017

Heidi Zingerle – „Zett“-Miss Südtirol 1993

Die 21-jährige Heidi Zingerle aus Bozen darf sich, als erste Südtirolerin überhaupt als schönste Frau im Lande fühlen. Bei der von der Wochenschau „WAS“ organisierten „Miss-Südtirol“-Wahl überzeugte die dunkelhaarige Verkäuferin die Jury sowohl im sonnenblumengelben Phantasiedirndl wie auch im einteiligen Badeanzug.

Insgesamt traten 18 Mädchen aus allen Landesteilen zum großen Finale im Meraner Kursaal an. Die Siegerin durfte sich vor allem über einen nagelneuen Pkw vom Typ Ford Fiesta freuen. Außerdem gab es verschiedene andere Sachpreise, aber vor allem winken Probeaufnahmen, die Fotomodell Sabine Lamprecht vermitteln wurde.
Heutzutage drückt die Hausfrau und Mutter den jetzigen Anwärterinnen die Daumen. Gar einiges hat sich seit ihrem Sieg geändert. Eines jedoch nicht: Zingerle wird immer die Nummer Eins bleiben, die Siegerin des ersten Schönheitswettbewerbs. Und gerne denkt die gekürte Schönheit zurück.

„Die Vorausscheidung fand im Hotel Laurin in Bozen statt, bei geschlossener Gesellschaft“, erinnert sich Zingerle. Jedes Mädchen bekam damals zwei Einladungskarten und so setzte sich das „erste“ Publikum aus der Verwandtschaft oder aus dem Bekanntenkreis der Teilnehmerinnen zusammen.

„Hinter den Kulissen war eine sehr angenehme, ja freundschaftliche, lustige Atmosphäre – anders war es beim Finale in Meran.“ Die Anspannung war dort viel größer: einmal aufgrund des KO-Systems und dann natürlich, weil es eben um etwas mehr ging.

„Unvergesslich bleibt für mich der Moment, als mein Name als Erstplatzierte genannt wurde“, so die Miss von 1993. Zingerle berichtet von einem außergewöhnlichen Jahr als Miss mit vielen Terminen jeglicher Art: Mal waren es ein Foto-Shooting, mal eine Modenschau oder ein Werbefilm, Interviews, aber auch Einladungen zu verschiedenen Events. „Von wildfremden Menschen wurde ich auf der Straße angesprochen, ich lernte Kritik anzunehmen und auch einzustecken“, so Zingerle.

Ihr Bekanntenkreis reagierte damals sehr positiv. Auch der Chef und die Arbeitskollegen vom Möbelunternehmen Selva in Bozen zeigten sehr viel Verständnis für ihre Fehlstunden, die eher Tage waren.

Nach ihrer Kür zur schönsten Frau Südtirols arbeitete sie weiterhin im Möbelunternehmen, in dem sie 1990 nach ihrer Matura an der Handelsoberschule begonnen hatte. Bis sie das Mutterglück „heimsuchte“. Sie zog nach Meran und (be)hütet nun dort neben dem Lebensgefährten Markus Erb ihre Kinder Leonard, Felix und Paul.